Autoren-Handbuch

Cover 2016Dieses Buch baut auf meinen Erfahrungen aus der Doppelrolle als Lektorin und Autorin auf und enthält alles, was man wissen sollte, bevor man sich in die Buchbranche hinauswagt. Schritt für Schritt führt dieser umfassende Ratgeber zur eigenen Veröffentlichung – ob bei einem Buchverlag, bei einer Zeitschrift oder als Selfpublisher. Hier finden AutorInnen der Bereiche Prosa, Lyrik, Sachbuch sowie Kinder- und Jugendbuchen alle wichtigen Tipps, Informationen und Adressen, die sie für ihren Einstieg in den Literaturbetrieb und die Zusammenarbeit mit Verlagen brauchen.

Die 8. Auflage habe ich stark erweitert, zum Beispiel um eine Verlagsliste, ein Selfmarketing-Kapitel, einen ausführlichen Selfpublishing-Teil mit Schritt-für-Schritt-Anleitung, ein eigenes Sachbuch-Kapitel, mehr Exposé-Knowhow und vieles mehr.

Als die erste Auflage dieses Buches 1999 erschien, wohnte ich noch in Frankfurt und arbeitete als Lektorin beim Campus Verlag … dann habe ich die Seiten gewechselt zu den Autoren und bin nach München gezogen. Inzwischen habe ich über 50 Romane und Sachbücher veröffentlicht, und mein Autoren-Handbuch gibt es nun schon in der 8. Auflage. Ich bin höllenstolz darauf, klar, oder? Übrigens hieß es in den ersten sechs Auflagen „So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript“, und auch der Untertitel ist mehrmals geändert worden.

Autorenhaus Verlag
8., überarbeitete und erweiterte Auflage 2016
494  Seiten, 29,99 Euro
Erhältlich im Buchhandel, direkt beim Autorenhaus Verlag oder bei Amazon.


Inhaltsverzeichnis
Autoren-Handbuch, 8. Auflage

Einleitung

Teil I – Wege zur Verlagsveröffentlichung

  1. So vermeiden Sie Fehler bei der Vorarbeit

Checkliste der „literarischen Sünden“
Prosa
Lyrik
Sachbuch
Kinder- und Jugendbuch

Nicht gleich die ersten Gehversuche anbieten
Illustrationen
Ein guter Anfang ist schon der halbe Vertrag

  1. So finden Sie den richtigen Verlag

Ihr Buch und den Markt unter die Lupe nehmen
Ihr Buch, seine Konkurrenz und die Leser
Bei welchem Verlag wären Sie überhaupt gut aufgehoben?
Die richtige Strategie für die Kontaktaufnahme
Tipps für Ihre Verlagssuche kurz im Überblick
Die besten Anlock- und Ansprech-Strategien
Persönliche Kontakte aufbauen und nutzen
Sich bemerkbar machen
Kontakt aufnehmen per Telefon, bei Veranstaltungen und auf Buchmessen
Übers Netz Kontakte knüpfen
Einsenden – aber richtig
Welches schriftliche Material Sie brauchen werden
Das Anschreiben und die Vita
Das Exposé
So sollte Ihr Manuskript oder Probekapitel aussehen
Ein Verlag signalisiert Interesse – was jetzt?
Entscheidungswege im Verlag
Druckausgabe oder nur E-Book?
Exkurs: Pseudonym oder nicht?
Gemeinsam an Text und Konzept arbeiten
Wie schützt man sich vor Ideenklau?

Verlagsliste
Auswahl bedeutender Verlage in Deutschland, Österreich, Schweiz
Independents
Kinder- und Jugendbuchverlage
Fantasy
Krimi-Verlage
Erotische Literatur
Buchverlage die (auch) Lyrik veröffentlichen

Absage – was nun?

  1. Was können Agenten für Sie tun, und wie finden Sie den richtigen?

Literaturagenten – Know-how und Kontakte
So funktioniert die Agentensuche
Achtung, schwarze Schafe!
Adressen von Agenten

  1. Ein Sachbuch veröffentlichen

Tragen Ihr Thema und Ihre Idee?
Gründliche Vorarbeit lohnt sich
Erobern Sie Ihr Thema!
Ihr Sachbuch anbieten
Zusammenarbeit mit dem Verlag
Marketing und Selbstmarketing speziell fürs Sachbuch
Chancen fürs Sachbuch im Selfpublishing?

  1. Das Geschäft mit den Hoffnungen – Zuschussverlage

Zuschussverlage auf dem Prüfstand
Was ist von Abnahmen zu halten?
Darauf sollten Sie bei Zuschussverlagen immer achten

  1. Honorare und Verträge

Ihre Rechte als Urheber bzw. Urheberin
Wie verhandelt man mit einem Verlag?
Das erschreckende Kleingedruckte: Verträge
Wie muss ich meine Honorare versteuern?
Die VG Wort
Sozialversicherungen für Künstlerinnen und Künstler

  1. Zusammenarbeit mit dem Verlag

Verlagsstruktur und interne Abläufe
Wann wird Ihr Buch erscheinen?
Der Abgabetermin rückt näher
Was nach der Abgabe des Manuskripts geschieht
Wie Ihr Text bearbeitet werden wird
Aus dem Manuskript wird eine „Fahne“ oder ein „Umbruch“
Wer entscheidet über Titel, Cover und Klappentext?
Von der Vertreterkonferenz bis zur Reise
Ein Buch entsteht – Beispiel für einen Zeitplan

  1. Nach der Veröffentlichung

 Wie viel Marketing spendiert Ihnen Ihr Verlag?
Selbstmarketing-Tipps
Facebook richtig nutzen
Twitter und YouTube
Die eigene Homepage
Autorenseiten bei anderen Plattformen
Blogger, Leser und ihre Rezensionen
Lesungen, Lesermails und Werbematerial
Buchtrailer
Leserunden und Blog-Touren
Der Lebensweg Ihres Buches
Wie lange „lebt“ Ihr Buch?
Folgeprojekte mit dem Verlag absprechen

 

Teil II  – Die Alternative: Selfpublishin

9. Erfolgreiches Selfpublishing

Wie funktioniert Selfpublishing?

Schritt für Schritt zum Buch:
Schritt 1: Ihr Manuskript überarbeiten, testlesen und lektorieren lassen
Schritt 2: Klären, ob der Titel noch frei ist
Schritt 3: Entscheidung treffen, wie und wo Sie Ihr Buch anbieten wollen
Schritt 4: Cover designen oder designen lassen
Schritt 5: Impressum schreiben und einfügen
Schritt 6: Text layouten und Cover anpassen
Exkurs: Selbst eine E-Book-Datei erstellen
Schritt 7: Buchdatei und Cover beim Anbieter hochladen
Schritt 8: Ihr selbstverlegtes Buch bekannt machen

Der Vertrieb gedruckter Selfpublishing-Bücher
Vom Selbstverlag zum Kleinverlag

Teil III – Autoren-Karriere durch Selfmarketing

  1. Sprungbrett Literaturzeitschriften

Die Szene der Literaturzeitschriften
Was Sie beachten sollten, wenn Sie Ihre Texte einreichen wollen
Wie gut sind die Veröffentlichungschancen?
Adressen von Literaturzeitschriften
Autoren- und Branchenzeitschriften
Anspruchsvoll
Traditionell und Verschiedenes
Special Interest
Eigene Texte im Internet veröffentlichen
Welche Texte eignen sich fürs Internet?

  1. Öffentlich lesen

Der Wunsch nach Feedback
Poetry Slams
Wie organisiert man eine eigene Lesung?
Einen Termin bekommen
Was Sie bei der Planung einer Lesung beachten sollten
Wie Sie sich selbst vorbereiten können

  1. Autorengruppen und Verbände

Konstruktive Kritik bringt Sie weiter
Was sind eigentlich Testleser?
Wie funktioniert eine Autorengruppe?
Wie findet oder gründet man eine Autorengruppe?
Textwerkstätten im Internet
Tipps für den Ablauf der Treffen
Was bringt es, einem Autorenverband beizutreten?
Adressen von Verbänden und Institutionen

  1. Workshops, Schreibkurse und Fernschulen

Welche Art von Seminar-Angeboten gibt es?
Was Sie beachten sollten, wenn Sie an einem Kurs teilnehmen möchten
Schreibkurse sind keine Therapie
Die Tücken von Fernstudiengängen

14. Wettbewerbe und Literaturpreise

Wo kann man Texte einreichen?
Adressen

  1. Förderungen und Stipendien

    Stadtschreiber: „Schriftsteller vom Dienst“
    Übersicht über Förderungen und Stipendien
    Organisationen und Institutionen der Autoren- und Literaturförderung

Register

 


Leseprobe aus der 8. Auflage

Auszug aus „Die besten Ansprech-Strategien – Kontakt aufnehmen per Telefon, bei Veranstaltungen und auf Buchmessen“

Wenn Sie wortgewandt sind und eine angenehme Telefonstimme haben, können Sie Ihre Einsendung mit einer telefonischen Anfrage kombinieren. Sinnvoll ist es, bei einem Verlag anzurufen, wenn Sie nach einem Blick auf die Homepage noch nicht herausfinden konnten, wer Ihr Ansprechpartner für Ihre Art von Text ist. Im Bereich Sachbuch (und zum Teil auch im Kinderbuch- und Jugendbuchbereich, bei dem die Verlage teilweise nach Themen auswählen) können Sie, wenn Sie wortgewandt sind, Porto sparen, indem Sie bei einem Verlag im Lektorat anrufen und fragen, ob an einem bestimmten Thema grundsätzliches Interesse besteht. Sie sollten vorbereitet sein, eine maximal zwei Minuten dauernde Kurzzusammenfassung dessen, worum es in Ihrem Buch geht oder gehen soll, zu geben. Dann bekommen Sie meist ein klares „Nein“ zur Antwort, in diesem Fall sollten Sie sich nicht irritiert zeigen, sondern bedanken sich für die Auskunft bedanken und auflegen. Oder aber die Antwort lautet: „Schicken Sie´s mir zu“. Für diesen Fall müssen Sie schriftliches Material vorbereitet haben, das Sie dann sofort herausschicken können. Doch nun haben Sie den Vorteil, dass Ihre Einsendung nicht mehr unverlangt ist; Sie können sich im Anschreiben auf das Telefongespräch beziehen.

Für allgemeine Prosa und Lyrik ist die telefonische Anfrage nicht so gut geeignet, da man im Gespräch schlichtweg nicht erkennen kann, ob ein Manuskript gut geschrieben ist oder nicht.

Ein bisschen problematisch ist auch, dass es viele Lektoren und Lektorinnen stört, durch Anrufe fremder Autoren aus ihrer Arbeit herausgerissen zu werden. Schriftlichem Material dagegen können sie sich immer dann widmen, wenn sie Zeit dazu haben. Versuchen Sie also auf keinen Fall, zu einem Lektor oder Verleger durchzudringen, der sich gegen Anrufe abgeschirmt hat.

Mehr Spaß macht sicher das Networking auf Buchmessen. Ich war lange der Meinung, dass es überhaupt nichts bringt, als völliger Neuling auf Buchmessen herumzulungern, weil die Lektoren zu sehr im Stress sind (sie haben gewöhnlich im Halbstundentakt Termine mit Autoren, Agenten und Mitarbeitern ausländischer Verlage). Aber in den letzten Jahren habe ich umdenken müssen – es kommt drauf an, wie kontaktfreudig man ist und ob man bereit ist, sich kopfüber in den Literaturbetrieb zu stürzen. Am Stand meines Verlages habe ich schon nette Gespräche mit Leuten, die ich aus Mails oder per Facebook kannte, geführt … mit dem jungen Autor Daniel Bleckmann zum Beispiel. „Die Buchmesse war für mich ein voller Erfolg. Ich konnte mit Verlagen, Agenten und Bestseller-Autoren sprechen – unter anderem auch über mein Projekt“, erzählt er. „Die wichtigste Erkenntnis für mich war, dass meine 700 Normseiten natürlich viel zu viel sind und momentan kämpfe ich damit, Handlungsstränge zu streichen, Neben-Charaktere zu killen und unnötigen Beschreibungsballast über Bord zu werfen. Besonders interessant fand ich auf der Buchmesse, dass man mit einer Mischung aus Freundlichkeit, Witz und Mut mit sehr viel Leuten reden kann, von denen ich vorher dachte, dass sie sich auch nicht im Ansatz für mich interessieren würden. Das gab mir auf jeden Fall einen gehörigen Selbstbewusstseins- und Motivationsschub!“

Und eine Coachingkundin erzählte mir, dass sie nach einer Podiumsdiskussion eine Weile mit der Chefredakteurin einer Literaturzeitschrift quatschen und bei der Happy Hour eines Verlages Kontakte knüpfen konnte. Kurz, in Frankfurt ist die ganze Branche präsent – da trifft man unglaublich viele Leute, und wenn man offen (und am besten mit ein oder zwei konkreten Fragen) auf sie zugeht, kann eine Menge passieren.

Wichtig: Networken ist gut … aber bitte nicht stören, wenn ein Verlagsmitarbeiter oder Autor gerade im Gespräch ist! Es ist für Verlagsleute sehr nervig, wenn bei einer Besprechung ständig Leute Hallo sagen und ihr Anliegen loswerden wollen.

Natürlich kostet es Selbstüberwindung, sich überhaupt so etwas zu trauen. Aber es kann sich lohnen. „Ich hab nie was eingeschickt, weil ich dachte, dass ich zu schlecht bin und da draußen sowieso keiner auf mich wartet“, erzählt Kerstin Rottland, die Germanistik und Sportwissenschaften studiert hat und mit Mann und drei Kindern in der Eifel lebt. „Doch meine Freundinnen haben mir eine Messereise nach Leipzig geschenkt – der dringend notwendige Tritt in den Hintern! Und dort bin ich nach einer schlaflosen Nacht zum ersten Speedmeeting von Oetinger 34 gestolpert. Ha! Und jetzt gucke ich jeden Morgen als erstes auf mein Buch und muss grinsen. Ich frage mich echt, wovor ich eigentlich solche Angst hatte.“ Ihr erster Roman Agathe BondCool wie das Wasser im Pool ist im Sommer 2015 erschienen, der zweite Band ist schon in Vorbereitung.

Einen regulären Gesprächstermin auf der Buchmesse werden Verlagsmitarbeiter allerdings nur mit Ihnen vereinbaren, wenn sie bereits konkret an Ihrem Projekt interessiert sind. „Es ist noch nicht vorgekommen, dass wir mit einem verlagssuchenden Erst-Autor einen Messetermin gemacht haben, und auf den Messen ist ohnehin keine Zeit dafür“, meint beispielsweise Piper-Programmleiter Carsten Polzin.

Tipp: Buchmessen-Termine werden zwei bis drei Monate im Voraus gemacht! Natürlich geht manchmal auch Last-Minute-mäßig noch was mit Kollegen oder Leuten aus der Buchbranche, aber dafür müssen Sie sehr, sehr flexibel sein.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand nach diesen hektischen Tagen noch an Ihren Besuch erinnern wird, ist nicht gerade riesengroß. Aber Sie haben viele Informationen gewonnen, konnten sich am Stand mit dem Programm bekannt machen, Verlagsprospekte ansehen und haben vielleicht erfragt, wer die geeignete Ansprechperson im Lektorat für Sie wäre. Und vielleicht haben Sie ja die eine oder andere Visitenkarte gesammelt und können nun mit der richtigen Person Kontakt aufnehmen.

Schriftliches Material, zum Beispiel Ihr Exposé, können Sie zwar mitnehmen, aber viel bringt es nicht. Der Sachbuchautor Gerhard Rauchwetter, der den Freien Deutschen Autorenverband in Bayern leitete, veranstaltete jedes Jahr ein Seminar für Autoren, ´Gebrauchsanleitung für die Frankfurter Buchmesse´. „Da sage ich den Leuten: ‘Manuskripte braucht ihr gar nicht einzupacken, das ist der falsche Weg. Sucht euch Gesprächspartner und tastet euch dann vor. Was passieren kann, ist vielleicht: ´Es ist schön, dass wir uns mal kennengelernt haben, wir müssen uns treffen, und wir müssen in Kontakt bleiben und uns konkret unterhalten.’ Aber mehr kommt auf der Buchmesse nicht raus.“

Vielleicht haben Sie Glück und machen jemandem im Lektorat neugierig auf Ihr Buch. Versuchen Sie es jedoch nur auf der Messe, wenn Ihr persönliches Auftreten professionell und sicher ist. Ein schickes Outfit gehört dazu, und stecken Sie Pfefferminzdrops ein für frischen Atem!

Außerhalb der Messe sollten Sie lieber keinen Besuch bei einem Verlag einplanen, mit dem Sie noch keinen Kontakt hatten. Als ich noch im Lektorat des Campus arbeitete, kam einmal ein älterer Herr vorbei, um sein Manuskript persönlich abzugeben. Völlig verblüfft starrten wir ihn an, während er einem der Lektoren den Papierstapel in die Hand drückte. Wie sich herausstellte, hatte der Herr seine Kriegserinnerungen aufgeschrieben und suchte nun einen Verlag dafür. Bei uns hatte er leider keinen Erfolg, denn er hatte wohl übersehen, dass der Campus Verlag nur Sachbücher herausbringt. Kurz, bei einem unerwarteten Besuch bleiben Sie den Verlagsmitarbeitern zwar in Erinnerung, aber nicht unbedingt positiv.

 

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Presse- und Leserstimmen: So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript
Schritt für Schritt zur eigenen Veröffentlichung

Süddeutsche Zeitung vom 27./28. Feb. 99

„Romane- und Gedichteschreiben ist zum Volkssport geworden. Jeder, der etwas auf sich hält, hat ein Werk in der Schublade liegen. Doch nur die wenigsten schaffen es mit ihren Texten auf den Buchmarkt – nicht nur, weil manchen hoffnungsfrohen Autoren das Talent fehlt, oft gehen sie beim Anbieten ihrer Werke auch hoffnungslos naiv vor. Ein Schritt-für-Schritt-Leitfaden, wie man sein per Checkliste auf grobe Schnitzer geprüftes Manuskript richtig anbietet, ist daher ein wichtiger Teil dieses Ratgebers. Er hat den Anspruch, angehenden Autoren alles nötige Orientierungswissen und die wichtigsten Adressen zu bieten – und löst ihn auch größtenteils ein. Das Buch begleitet den Nachwuchsschriftsteller bei allen Phasen der Realisation: von der ersten Kontaktaufnahme mit dem Verlag über die Zusammenarbeit mit dem Lektorat bis zur Zeit nach der Veröffentlichung.
Sylvia Englert, Lektorin und Journalistin, vermittelt einen praxisorientierten Eindruck davon, was hinter den Kulissen der Verlage und der Literaturszene stattfindet. Nebenbei erfährt man noch, wie man sich eine eigene Lesung verschafft, einen Text in Literaturzeitschriften unterbringt und im Internet veröffentlicht. Immer wieder beantwortet die Autorin die Frage: „Wie erkenne ich den Haken an der Sache?“ Denn in der Branche tummeln sich zahlreiche Abzocker, vom Zuschußverlag bis zum unseriösen Agenten oder Seminaranbieter. Prädikat: Unentbehrlich für jeden unerfahrenen Autor, gerade auch wegen der umfangreichen Adressen- und Literaturangaben. Schade nur, daß die 60 Gespräche, die für das Buch mit Autoren, Lektoren, Verleger und Agenten geführt wurden, nur in Form von kurzen Zitaten in den Text einfließen, denn die Interviewpartner, unter ihnen Hanser-Verleger Michael Krüger und Lyriker Robert Gernhardt, hätten sicher noch viel Interessantes zu sagen gehabt.(Diese Interviews finden Sie auf dieser Homepage, Anm. der Autorin) Auch wer sein Drehbuch oder Theaterstück an den Mann bringen möchte, geht leer aus. Die Autorin beschränkt sich auf die Bereich Prosa, Lyrik, Sachbuch sowie Kinder- und Jugendbuch. Also: Nur Mut! Raus mit den verstaubten Manuskripten aus den Nachttischschubladen. Die Welt wartet nur darauf.“

Westfalenpost vom 27. Februar 1999

Das Ergebnis einer bundesweiten Umfrage deckt sich mit unseren Erfahrungen in der Kulturredaktion: Jeder dritte Deutsche träumt davon, selbst einmal ein Buch zu schreiben. Vor allem aber, es dann auch gedruckt und veröffentlicht zu sehen. Obowhl es allein in deutschen Landen gleich ein paar hundert Verlage gibt, ist es in der Praxis zumeist recht schwer, den Traum vom eigenen Buch zu verwirklichen. Allzu fremd ist die Wirtschaftswelt der Bücher, allzu hoch die Hürden, die Lektoren und Verleger vor den zahlreichen Bittstellern aufbauen. Auch der häufig gewählte Anfrage-Umweg über die Tageszeitung („Können Sie mir nicht einen passenden Verlag nennen?“) führt nur selten zum Ziel; Frust und Enttäuschung machen sich nach vergeblichem Bemühen schnell bei den ambitionierten Freizeitautoren breit.
Jetzt aber können wir endlich eine kompetente Hilfestellung benennen. Die Münchner Lektorin Sylvia Englert zeigt ein Herz für alle Hobby-Schriftsteller, denn sie hat ein Buch geschrieben, auf das die breite Masse der anonymen Texter schon lange und ungeduldig gewartet hat: „So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript“ heißt der statliche 265seitige Band, der tatsächlich den ultimativen Startschuß zur ersehnten Dichterkarriere geben könnte. Ob Roman oder Kurzgeschichte, Sachtext oder Gedicht, Sylvia Englert weist die richtigen Wege vom heimischen Schreibtisch in die entscheidenden Etagen der Lektoren und Verlage. Von der ersten und richtigen Kontaktaufnahme mit der Buchbranche über das richtige Verhandlungsgeschick bis hin zur marktgerechten Preisvorstellung reicht die breite Informationspalette. Wo es Fördermittel, Stipendien, Fachzeitschriften und andere unterstützende Einrichtungen gibt, wird ebenfalls aufgelistet und beschrieben. Einzig die Qualität der eigenen Arbeit kann die Lektüre dieses Ratgebers nicht ersetzen. Vielleicht aber hilft sie ein wenig, in dem einen oder anderen Fall die hochgeschraubte Selbsteinschätzung und entsprechende Erfolgserwartung doch kritisch zu überdenken.

Am Erker, Juni 99

Von einem merkwürdigen Fall weiß Marc Degens in der letzten Ausgabe seiner Schriftenreihe Der Sprung zu berichten. Eine Lyrikerin, die namentlich nicht genannt werden will, hatte sich in einem „Offenen Brief“ darüber beschwert, daß die Redaktionen von drei Literaturzeitschriften eine Veröffentlichung ihrer Gedichte nicht einfach kommentarlos abgelehnt, sondern mit kritischen Worten auch begründet hätten. Degens schrieb der Autorin ziemlich unverblümt seine Meinung, den Brief kann man im Sprung nachlesen, woraufhin diese einen Abdurck ihres „Offenen Briefes“ untersagte.
Pathologisches Verhalten dieser Art ist glücklicherweise bei den vielen Autorinnen und Autoren, die ihre Manuskripte an die Redaktion dieser Zeitschrift schicken, eher selten. Und doch häufen sich in letzter Zeit wieder die prall gefüllten A4-Umschläge, deren Absender offenbar noch nie ein Exemplar von Am Erker in der Hand gehabt haben und an nichts anderem als der Veröffentlichung ihrer Texte interessiert sind. Meistens ist dem unspezifischen Anschreiben die „Sehr geehrten Damen und Herren“ noch eine Bio-Bibliographie angeheftet, die unter Umständen sogar darüber informiert, daß der junge Dichter als Sohn eines Glasermeistern in Bad Salzuflen zur Welt kam.
Häufig haben die veröffentlichungssüchtigen Literaten die Anschrift der Zeitschrift aus einem der verbreiteten Autorenratgeber, die als Serviceleistung mit einem umfangreichen Adressenverzeichnis aufwarten. Wie gut, daß endlich ein Buch erschienen ist, das hier andere Wege geht. Natürlich stehen auch in Sylvia Englerts Leitfaden „So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript“ jede Menge nützlicher Adressen von Literaturagenten, Dichterakademien und Schriftstellervereinigungen, doch werden diese klug kommentiert und geordnet und bekommen so einen wirklichen Nutzwert. Sylvia Englert gibt Ratschläge für die Arbeit am Manuskript, weist den Weg zur Kontaktaufnahme mit Verlagslektoraten und Agenten und hat auch Tips für die Glücklichen, deren Bemühungen tatsächlich zum eigenen Buch geführt haben. Besonders hervorheben möchte ich, wie man sich angesichts der langen Vorrede wohl denken kann, das Kapitel über Literaturzeitschriften. Engagiert und informiert schildert die Autorin die Szene und gibt wichtige Hinweise für Autoren, die den klassischen Weg der ersten Veröffentlichung kürzerer Texte in einer literarischen Zeitschrift gehen wollen. Besonders nützlich ist die Rubrizierung und Charakterisierung der einzelnen Blätter. Und am besten gefällt mir natürlich ihr Hinweis: „Lesen Sie so viele wie möglich dieser Zeitschriften!“ In diesem Sinne revanchiere ich mich gerne und empfehle Sylvia Englerts flott geschriebenes und gut recherchiertes Buch mit dem vielversprechenden Titel als den derzeit wahrscheinlich besten Autorenratgeber auf dem Markt.
Joachim Feldmann

Bücherecke, Dezember 99

Dieses Buch aus dem Campus-Verlag bietet Informationen und Tipps, mit denen man der Veröffentlichung einige entscheidende Schritte näherkommen kann. Thematisch ist das Spektrum sogar größer, als der Titel vermuten lässt: Es reicht von der Verarbeit (mit einer Checkliste der „literarischen Sünden“) über die Marktanalyse, durch die man den passenden Verlag ausfindig macht, und die Vertragsverhandlung bis zur „Eigenförderung“ in Zeitschriften, durch Lesungen und Verbände, Teilnahme an Wettbewerben und Internet-Aktivitäten.
Das Besondere an diesem Buch, was es ausgesprochen hilfreich macht: Die Autorin ist selbst nicht nur Kinderbuch- und Sachbuchautorin, sondern auch Lektorin. Sie vermittelt daher besonders in Bezug auf die Zustände in und die Zusammenarbeit mit einem Verlag Kenntnisse, die man anderswo in der Regel nicht findet. So erfährt man hier genau, was in Lektoraten von Verlagen tatsächlich vorgeht und welcher Prozess im Verlag abläuft, wenn man ein Buch verlegt. Viele Mythen und Missverständnisse, die unter AutorInnen kursieren, werden dadurch endlich einmal aus der Welt geschafft – und viele Entscheidungen, die „frischen“ AutorInnen rätselhaft und zweilen auch ärgerlich erscheinen, klären sich auf, wenn man die Hintergründe kennt.
Sylvia Englert hat für dieses Buch etwa 60 Interviews mit Autoren, Lektorinnen, Verlagern, Agentinnen, Redakteuren, Veranstalterinnen und anderen Insidern geführt. Daher kann sie jederzeit praktische Tipps geben – ob es sich nun um Ideen für Lesungen, Veröffentlichungschancen mit und ohne AgentInnen, Druckkostenzuschussverlage oder Schreibkurse handelt.
Ein rundum gelungenes Buch mit tiefen Einblicken in der Verlagswesen, das für alle, die Belletristik oder auch Sachbücher veröffentlichen wollen, eine Fülle von Ideen, Tipps und Ansatzmöglichkeiten bereithält.
Gabi Neumayer

Sachbücher im Hessenweb, August 1999

Dieses Kompendium darf in keinem Autorenregal fehlen. Nicht nur, daß Sylvia Englert en Detail darüber aufklärt, wie ein Manuskript formal beschaffen sein sollte, um in einem Verlag als Profieinsendung durchzugehen, sie liefert auch listenweise Adressen, Hinweise und Kontakte für angehende und praktizierende Autoren. All das zusammen macht dieses Buch zu einem unentbehrlichen Ratgeber.

LeserInnen

„Endlich ein Buch, das nicht zum x-ten Mal erklärt, daß ein Autor lebendig schreiben soll, sondern Hinweise gibt, wie das verflixte Manuskript aus der Schublade in die Buchhandlung kommt.“
Irene Zimmermann, Baden-Baden

„Glückwunsch, das Buch ist rundum gelungen. Ich empfehle es gerne weiter.“
Jürgen vom Scheidt, München

„Sehr ansprechend geschrieben, spannend zu lesen, prima Beispiele und Zitate – sind die alle echt?! (Ja! Anm. d. Autorin) Ich sehe da wirklich eine große Marktlücke, das Buch müßte ziemlich gut laufen!“
Catrin Yazdani, Mainz

„Danke für Ihr Buch resp. die vielen wertvollen Tips darin – hätte ich es doch nur ein wenig früher entdeckt, dann wären mir die Erfahrungen mit einem Pseudoverlag erspart geblieben.“
Hielta A. Hütter, Hilgertshausen

„Gestern kaufte ich Ihr Buch So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript. Ich habe das Buch bis spät in die Nacht hinein sofort gelesen. Ich darf Ihnen zu diesem gelungenen Werk herzlich gratulieren. Eine überzeugende hochinformative Darstellung. Das beste Buch, das je in deutscher Sprache über dieses Thema geschrieben worden ist. Ich werde dieses Buch gern weiterempfehlen.“
Prof. Dr. Wolfgang Böhm Göttingen

„Ihr Buch So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript ist wirklich interessant, informativ und enorm hilfreich.“
Shirin Kumm Frankfurt/Main

„Als ich in meiner Buchhandlung nachfragte, ob es vielleicht einen Ratgeber für Autoren gibt, einen Verlag zu finden, war die Verkäuferin sehr skeptisch. Lediglich 2 Bücher wurden vom PC aufgelistet und ich bin inzwischen sehr froh, mich für Ihr Buch entschieden zu haben. Es ist sehr einfach, flüssig und ausreichend beschrieben. Und es hat mir auch Mut gemacht, daß sich das Warten lohnen kann.“
Simone von Studsinske, Wunstorf

„Ihren Manuskript-Ratgeber habe ich mit Begeisterung gelesen – endlich jemand, der einem Mut macht!“
D. Trodler,Düren

„Ein ganz großes Lob zu Ihrem gelungenen Ratgeber für Autoren!“
Regine Kölpin, Neustadtgödens

„Obwohl ich schon eine stattliche Sammlung zum Thema Schreiben und zwei Sachbücher zum Herausgeben von Manuskripten besitze, habe ich Ihr Buch wie einen spannenden Krimi verschlungen!“
Regine Boller,Kollbrunn

„Seit einiger Zeit besitze ich Ihr Buch So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript und habe schon wertvolle Tipps daraus entnommen. Es ist gut verständlich geschrieben und besonders für Nachwuchsautoren sehr hilfreich.“
Gudrun Kropp, Schongau

„Ich bedanke mich für die klaren, praktischen und schonungslosen Grund-Informationen in Ihrem Buch So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript. Nun weiß ich, wie ich es anstellen muß und welche Hindernisse ich zu erwarten habe, wenn ich, wie vorgehabt, mich an die Verlage wende, die bereits Bücher mit einer der meinen ähnlichen Thematik herausgebracht haben.“
Dr. med Hermann Schorr, Vachendorf

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