So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript

Leider gerade nicht lieferbar, aber im April erscheint die 7. Auflage im Autorenhaus Verlag!

So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript

Schritt für Schritt führt dieser umfassende Ratgeber zur eigenen Veröffentlichung – ob bei einem Buchverlag, bei einer Zeitschrift oder im Internet.

Hier finden AutorInnen der Bereiche Prosa, Lyrik, Sachbuch sowie Kinder- und Jugendbuchen alle wichtigen Tipps, Informationen und Adressen, die sie für ihren Einstieg in den Literaturbetrieb brauchen.

Komplett aktualisiert, mit aktuellen Adressen (auch für Österreich und die Schweiz), dem neuen Urheberrecht etc.
In der kommenden 7. Auflage sind auch mehrere Beispiels-Exposés, ein Beispiels-Anschreiben und eine Vorlage für die Normseite enthalten!

Campus Verlag
6. Auflage 2007
320 Seiten, 17,90 Euro
ISBN 978-3-593-37932-6

Dieses Buch baut auf meinen Erfahrungen aus der Doppelrolle als Lektorin und Autorin auf… und enthält alles, was man wissen sollte, bevor man sich in die Buchbranche hinauswagt.


Inhaltsverzeichnis: So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript

Schritt für Schritt zur eigenen Veröffentlichung

Teil I – Der Weg zur Veröffentlichung

1. So vermeiden Sie Fehler bei der Vorarbeit
Checkliste der “literarischen Sünden”
- Prosa
- Lyrik
- Sachbuch
- Kinder- und Jugendbuch
Illustrationen
Ein guter Anfang ist schon der halbe Vertrag

2. So bringen Sie Ihr Manuskript unter
Der erste Schritt: Ihr Buch und den Markt unter die Lupe nehmen
Ihr Buch, seine Konkurrenz und die Leser
Wie Sie die richtigen Verlage auswählen
Der zweite Schritt: Die richtige Strategie für die Kontaktaufnahme
Persönliche Kontakte nutzen und aufbauen
Sich bemerkbar machen
Unverlangte Einsendung
Die telefonische Anfrage
Auf der Buchmesse anbieten: Siegt die Frechheit?
Der dritte Schritt: Das richtige schriftliche Material
Das Anschreiben und die Vita
Das Exposé
So sollte Ihr Manuskript bzw. Probekapitel aussehen
Der vierte Schritt: Ein Verlag signalisiert Interesse
Entscheidungswege im Verlag
Exkurs: Pseudonym oder nicht?
Gemeinsam an Text und Konzept arbeiten
Wie schützt man sich vor Ideenklau?
´Nach Diktat in Pension´, oder: Auch mit Absagen kann man kreativ umgehen…

3. Was können Agenten für einen tun, und wie bekommt man einen?
Know-How und Kontakte: Literaturagenten
Worauf man achten sollte, wenn man sich einen Agenten sucht
Gute AgentInnen sind wählerisch
Wie man “schwarze Schafe” erkennt
Adressen von AgentInnen

4. Das Geschäft mit den Hoffnungen – Druckkostenzuschußverlage
Zuschussverlage auf dem Prüfstand
Was ist von Abnahmen zu halten?
Darauf sollten Sie bei Zuschussverlagen immer achten

5. Selbstverlag – Chancen und Risiken
Praxistips
Planung und Vorbereitung
Book on Demand
Nicht ohne ein hübsches Cover: Herstellung
Wie bringe ich mein Buch unter die Leute? Vertrieb
Wie sag ich´s der Presse? Medienkontakte
Werbung in eigener Sache
Vom Selbstverlag zum Kleinverlag

Teil II – Die Zusage ist da – was nun?

6. Honorare und Verträge
Ihre Rechte als UrheberIn
Wie verhandelt man mit einem Verlag?
Ihr Verhandlungsspielraum beim Honorar
Das erschreckende Kleingedruckte: Verträge
Die VG Wort
Auch für KünstlerInnen gibt es Sozialversicherungen

7. Zusammenarbeit mit dem Verlag
Wann wird Ihr Buch erscheinen?
Der Abgabetermin rückt näher
Der Verlag möchte Ihr Werk auf Diskette
Was nach Manuskriptabgabe geschieht
Wie Ihr Text bearbeitet werden wird
Aus dem Manuskript wird eine “Fahne” oder ein “Umbruch”
Wer entscheidet über Titel, Cover und Klappentext?
Von der Vertreterkonferenz bis zur Reise
Ein Buch entsteht – Beispiel für einen Zeitplan

8. Nach der Veröffentlichung
Promoten Sie Ihr Buch auch selbst
Was Sie tun können, wenn der Verlag sich nicht für Ihr Buch einsetzt
Wie lange “lebt” Ihr Buch?
Folgeprojekte absprechen

Teil III – Sich selbst als AutorIn fördern

9. Sprungbrett Literaturzeitschriften
Die Szene der Literaturzeitschriften
Was Sie beachten sollten, wenn Sie Ihre Texte einschicken wollen
Ihr Text
Die Zeitschrift
Wie gut sind die Veröffentlichungschancen?
Adressen von Literaturzeitschriften
- Anspruchsvoll
- Traditionell und Verschiedenes
- Experimentell
- Underground
- Special Interest

10. Öffentlich lesen
Poetry Slams
Literaturtelefone
Wie organisiert man eine eigene Lesung?
Kümmern Sie sich selbst um einen Termin
Wie Sie die Lesung am besten planen
Wie Sie sich selbst vorbereiten können

11. Autorengruppen und Verbände
Konstruktive Kritik bringt Sie weiter
Was sind eigentlich Gegenleser, und wie funktioniert eine Autorengruppe?
Wie findet oder gründet man eine AutorInnengruppe?
Tipps für den Ablauf der Treffen
Was bringt es, einem Autorenverband beizutreten?
Adressen von Verbänden

12. Workshops, Schreibkurse und Fernschulen
Was für Angebote gibt es?
- Handwerk des Schreibens
- Kreatives Schreiben
- Erweiterter Deutschunterricht
Was Sie beachten sollten, wenn Sie an einem Kurs teilnehmen möchten
Schreibkurse sind keine Therapie
Die Tücken von Fernstudiengängen

13. Wettbewerbe und Literaturpreise
Wie erfährt man, wo man Texte einreichen kann?
Adressen:
- Nur Prosa
- Nur Lyrik
- Prosa und Lyrik
- Kinder- und Jugendbuch
- Sachtexte
- Mundart

14. Förderungen und Stipendien
Stadtschreiber: “Schriftsteller vom Dienst”
Literaturförderung der Städte und Bundesländer
Übersicht über Stipendien
Organisationen und Institutionen der Autoren- und Literaturförderung

15. Auf der Datenwelle surfen: Literatur Online
Was bringt das Internet einem Autor?
So finden Sie den Einstieg in die Online-Literaturszene
Eigene Texte im Internet veröffentlichen
Bekommt man durchs Netz Kontakt mit Lektoren?
Was für Texte eignen sich fürs Internet?
Adressen von Web-Zeitschriften

Weitere Literaturtipps


Leseprobe: So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript

Worauf man achten sollte, wenn man sich einen Agenten sucht

Gute AgentInnen sind wählerisch

Einer der Haken an der Sache: Jemanden zu finden, der einen professionell vertritt, ist nicht leicht. Auch Agenten haben mit Manuskriptstapeln zu kämpfen und bekommen meist mehr Texte angeboten, als sie eigentlich möchten, wenn auch längst nicht so viele wie ein Verlag. Aus diesem Grund machen die guten selten Werbung für sich selbst. “Die meisten Autoren kommen über persönliche Empfehlungen”, beschreibt das der Münchner Agent Thomas Montasser. “Das geht ziemlich schnell, daß man empfohlen wird, wenn man etwas in irgendeiner Weise gut macht. Es lief auch so, daß ich mir Themen ausgesucht habe und mir den Verlag dazu ausgeguckt habe, weil die eine Riesenlücke im Programm hatten, und bin dann übers Thema Autoren angegangen. Was ich bewußt nicht mache, nie gemacht habe und nie machen werde, ist, eine Anzeige zu schalten, wie das einige Kollegen tun – und meistens die Kollegen, zu denen man besser nicht geht.”

AgentInnen vertreten natürlich nur die Autoren, deren Texte ihnen verkäuflich erscheinen oder so gut gefallen, daß sie sich dafür einsetzen möchten. Die Chancen, zur Vermittlung angenommen zu werden, sind jedoch nicht ganz so verheerend schlecht wie die, mit einem unverlangten Manuskript bei einem Verlag zu ´landen´. Eine Agentin hat mir gesagt: “Wenn ich Mängel sehe, die mit einem guten Lektorat zu beheben sind oder durch eine Überarbeitung durch den Autor selbst, dann gebe ich dem Autor schon nochmal eine zweite oder dritte Chance, eher als der Lektor das machen würde, der genau weiß, man könnte es retten, aber er hat die Zeit nicht.”

Wenn ein Agent 10 % aller Manuskripte, die ihm zugeschickt werden, zur Vermittlung annimmt, dann ist das schon viel. Diese Vorselektion ist wichtig, da sie die Lektorate der Verlage entlastet. Wenn ein Lektor einen bestimmten Agenten kennt und weiß, daß das, was ihm kommt, meist gut und brauchbar ist, dann wird er diesen Texten deutlich mehr Aufmerksamkeit schenken als der unverlangten Einsendung eines Nachwuchsautors. Verständlich wird diese strenge Auswahl auch, wenn man bedenkt, daß Agenten eine Menge Zeit, Porto-, Telefon- und Fahrtkosten in AutorInnen investieren, bevor sie für ihre Bemühungen auch nur einen Cent sehen, und sie dieses Geld ja auch wieder hereinholen wollen. Es ist nicht gesagt, daß sich ihre Investition überhaupt lohnt, denn jedes Manuskript zu vermitteln schafft keine Agentur. Normal ist eine Erfolgsquote zwischen 20 % und 80%. Das heißt für Sie, daß einen Agenten zu haben noch keine Garantie dafür ist, daß Ihr Text auch einen Verlag findet. Meist dauert es einige Monate, bis ein Text vermittelt ist, bei schwierigeren Fällen kann es ein Jahr oder zwei Jahre dauern, bevor eine Zusage da ist oder der Agent aufgibt.

Eine Chance, etwas für Sie zu erreichen, hat ein Agent oder eine Agentin nur, wenn Ihr Manuskript noch nicht weit gereist ist. Haben Sie es schon zwanzig Verlagen angeboten, dann kann eine Agentur natürlich nicht mehr viel ausrichten. Lag es dagegen erst bei zwei bis drei Verlagen vor, ist das meist in Ordnung. Daher sollten Sie Ihrer zukünftigen Agentin oder Ihrem Agenten gegenüber ganz offen sein und ihr oder ihm schon im Vorfeld genaue Informationen darüber geben, wo Sie Ihren Text schon eingereicht haben.

Die meisten Agenturen bevorzugen eine telefonische Anfrage und bei positivem Ergebnis des Gesprächs Exposé und Textprobe. Schicken Sie nie blindlings etwas los, sondern vergewissern Sie sich vorher, daß Sie an der richtigen Adresse sind, da sich die meisten Agenten und Agentinnen auf bestimmte Bereiche spezialisiert haben.
Inzwischen haben fast alle Agenturen eine Homepage, auf der Sie sehr viele Informationen finden, unter anderem, welche Arten von Texten derjenige vermittelt, mit welchen Autoren und Verlagen er zusammenarbeitet und in welcher Form er Manuskriptangebote bekommen möchte. Dort finden Sie auch Hinweise darauf, ob die Agentur gerade neue Autoren aufnimmt oder nicht. Klicken Sie unbedingt rein, bevor Sie anrufen oder mailen!

Seriöse AgentInnen suchen zwar aktiv nach AutorInnen, doch meist sehr dezent – indem sie sich auf Literaturwettbewerben, bei Lesungen und Literaturstammtischen sehen lassen und dort mit den Leuten sprechen. Bei den schwarzen Schafen der Branche gilt dagegen die Devise: “Je lauter, desto besser.” Eine berüchtigte große “Agentur” macht mittlerweile sogar Werbung auf Taxis. Um ganz sicherzugehen, sollten Sie, bevor Sie einer Agentur Texte von Ihnen geben, dort anrufen, sich nach den Konditionen erkundigen und eine Referenzliste schicken lassen. Diese Referenzliste sollten Sie stichprobenartig überprüfen. Sandra Haußer, die Erzählungen für Kinder schreibt, ließ sich von besagter Agentur in München unter Vertrag nehmen, nicht zuletzt, weil das Unternehmen eine beeindruckende Referenzliste mit Vermittlungen an große Verlage aufweisen konnte. “Gleich mit seinem ersten Brief kam ein dicker Packen Werbematerial, er schrieb ´Schicken Sie mir den Text doch mal.´ Dann habe ich was ganz witziges probiert. Überall da, wo stand, das erste Buch des Autors Soundso hätte er vermittelt, habe ich versucht die Adressen rauszukriegen und habe sie angeschrieben, ob sie der Meinung sind, daß das der richtige Agent ist. Der eine hat zurückgeschrieben, daß er sein erstes Buch gar nicht durch diesen Agenten veröffentlicht hat, das hat er wohl mehr oder weniger selber auf die Beine gestellt, und er wundert sich, wie er in diese Werbeunterlagen kommt. Er wäre zwar mal bei ihm gewesen, aber diese Veröffentlichung hätte er mehr oder weniger selbst organisiert.”


Presse- und Leserstimmen: So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript
Schritt für Schritt zur eigenen Veröffentlichung

Süddeutsche Zeitung vom 27./28. Feb. 99

„Romane- und Gedichteschreiben ist zum Volkssport geworden. Jeder, der etwas auf sich hält, hat ein Werk in der Schublade liegen. Doch nur die wenigsten schaffen es mit ihren Texten auf den Buchmarkt – nicht nur, weil manchen hoffnungsfrohen Autoren das Talent fehlt, oft gehen sie beim Anbieten ihrer Werke auch hoffnungslos naiv vor. Ein Schritt-für-Schritt-Leitfaden, wie man sein per Checkliste auf grobe Schnitzer geprüftes Manuskript richtig anbietet, ist daher ein wichtiger Teil dieses Ratgebers. Er hat den Anspruch, angehenden Autoren alles nötige Orientierungswissen und die wichtigsten Adressen zu bieten – und löst ihn auch größtenteils ein. Das Buch begleitet den Nachwuchsschriftsteller bei allen Phasen der Realisation: von der ersten Kontaktaufnahme mit dem Verlag über die Zusammenarbeit mit dem Lektorat bis zur Zeit nach der Veröffentlichung.
Sylvia Englert, Lektorin und Journalistin, vermittelt einen praxisorientierten Eindruck davon, was hinter den Kulissen der Verlage und der Literaturszene stattfindet. Nebenbei erfährt man noch, wie man sich eine eigene Lesung verschafft, einen Text in Literaturzeitschriften unterbringt und im Internet veröffentlicht. Immer wieder beantwortet die Autorin die Frage: „Wie erkenne ich den Haken an der Sache?” Denn in der Branche tummeln sich zahlreiche Abzocker, vom Zuschußverlag bis zum unseriösen Agenten oder Seminaranbieter. Prädikat: Unentbehrlich für jeden unerfahrenen Autor, gerade auch wegen der umfangreichen Adressen- und Literaturangaben. Schade nur, daß die 60 Gespräche, die für das Buch mit Autoren, Lektoren, Verleger und Agenten geführt wurden, nur in Form von kurzen Zitaten in den Text einfließen, denn die Interviewpartner, unter ihnen Hanser-Verleger Michael Krüger und Lyriker Robert Gernhardt, hätten sicher noch viel Interessantes zu sagen gehabt.(Diese Interviews finden Sie auf dieser Homepage, Anm. der Autorin) Auch wer sein Drehbuch oder Theaterstück an den Mann bringen möchte, geht leer aus. Die Autorin beschränkt sich auf die Bereich Prosa, Lyrik, Sachbuch sowie Kinder- und Jugendbuch. Also: Nur Mut! Raus mit den verstaubten Manuskripten aus den Nachttischschubladen. Die Welt wartet nur darauf.”

Westfalenpost vom 27. Februar 1999

Das Ergebnis einer bundesweiten Umfrage deckt sich mit unseren Erfahrungen in der Kulturredaktion: Jeder dritte Deutsche träumt davon, selbst einmal ein Buch zu schreiben. Vor allem aber, es dann auch gedruckt und veröffentlicht zu sehen. Obowhl es allein in deutschen Landen gleich ein paar hundert Verlage gibt, ist es in der Praxis zumeist recht schwer, den Traum vom eigenen Buch zu verwirklichen. Allzu fremd ist die Wirtschaftswelt der Bücher, allzu hoch die Hürden, die Lektoren und Verleger vor den zahlreichen Bittstellern aufbauen. Auch der häufig gewählte Anfrage-Umweg über die Tageszeitung (“Können Sie mir nicht einen passenden Verlag nennen?”) führt nur selten zum Ziel; Frust und Enttäuschung machen sich nach vergeblichem Bemühen schnell bei den ambitionierten Freizeitautoren breit.
Jetzt aber können wir endlich eine kompetente Hilfestellung benennen. Die Münchner Lektorin Sylvia Englert zeigt ein Herz für alle Hobby-Schriftsteller, denn sie hat ein Buch geschrieben, auf das die breite Masse der anonymen Texter schon lange und ungeduldig gewartet hat: “So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript” heißt der statliche 265seitige Band, der tatsächlich den ultimativen Startschuß zur ersehnten Dichterkarriere geben könnte. Ob Roman oder Kurzgeschichte, Sachtext oder Gedicht, Sylvia Englert weist die richtigen Wege vom heimischen Schreibtisch in die entscheidenden Etagen der Lektoren und Verlage. Von der ersten und richtigen Kontaktaufnahme mit der Buchbranche über das richtige Verhandlungsgeschick bis hin zur marktgerechten Preisvorstellung reicht die breite Informationspalette. Wo es Fördermittel, Stipendien, Fachzeitschriften und andere unterstützende Einrichtungen gibt, wird ebenfalls aufgelistet und beschrieben. Einzig die Qualität der eigenen Arbeit kann die Lektüre dieses Ratgebers nicht ersetzen. Vielleicht aber hilft sie ein wenig, in dem einen oder anderen Fall die hochgeschraubte Selbsteinschätzung und entsprechende Erfolgserwartung doch kritisch zu überdenken.

Am Erker, Juni 99

Von einem merkwürdigen Fall weiß Marc Degens in der letzten Ausgabe seiner Schriftenreihe Der Sprung zu berichten. Eine Lyrikerin, die namentlich nicht genannt werden will, hatte sich in einem “Offenen Brief” darüber beschwert, daß die Redaktionen von drei Literaturzeitschriften eine Veröffentlichung ihrer Gedichte nicht einfach kommentarlos abgelehnt, sondern mit kritischen Worten auch begründet hätten. Degens schrieb der Autorin ziemlich unverblümt seine Meinung, den Brief kann man im Sprung nachlesen, woraufhin diese einen Abdurck ihres “Offenen Briefes” untersagte.
Pathologisches Verhalten dieser Art ist glücklicherweise bei den vielen Autorinnen und Autoren, die ihre Manuskripte an die Redaktion dieser Zeitschrift schicken, eher selten. Und doch häufen sich in letzter Zeit wieder die prall gefüllten A4-Umschläge, deren Absender offenbar noch nie ein Exemplar von Am Erker in der Hand gehabt haben und an nichts anderem als der Veröffentlichung ihrer Texte interessiert sind. Meistens ist dem unspezifischen Anschreiben die “Sehr geehrten Damen und Herren” noch eine Bio-Bibliographie angeheftet, die unter Umständen sogar darüber informiert, daß der junge Dichter als Sohn eines Glasermeistern in Bad Salzuflen zur Welt kam.
Häufig haben die veröffentlichungssüchtigen Literaten die Anschrift der Zeitschrift aus einem der verbreiteten Autorenratgeber, die als Serviceleistung mit einem umfangreichen Adressenverzeichnis aufwarten. Wie gut, daß endlich ein Buch erschienen ist, das hier andere Wege geht. Natürlich stehen auch in Sylvia Englerts Leitfaden “So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript” jede Menge nützlicher Adressen von Literaturagenten, Dichterakademien und Schriftstellervereinigungen, doch werden diese klug kommentiert und geordnet und bekommen so einen wirklichen Nutzwert. Sylvia Englert gibt Ratschläge für die Arbeit am Manuskript, weist den Weg zur Kontaktaufnahme mit Verlagslektoraten und Agenten und hat auch Tips für die Glücklichen, deren Bemühungen tatsächlich zum eigenen Buch geführt haben. Besonders hervorheben möchte ich, wie man sich angesichts der langen Vorrede wohl denken kann, das Kapitel über Literaturzeitschriften. Engagiert und informiert schildert die Autorin die Szene und gibt wichtige Hinweise für Autoren, die den klassischen Weg der ersten Veröffentlichung kürzerer Texte in einer literarischen Zeitschrift gehen wollen. Besonders nützlich ist die Rubrizierung und Charakterisierung der einzelnen Blätter. Und am besten gefällt mir natürlich ihr Hinweis: “Lesen Sie so viele wie möglich dieser Zeitschriften!” In diesem Sinne revanchiere ich mich gerne und empfehle Sylvia Englerts flott geschriebenes und gut recherchiertes Buch mit dem vielversprechenden Titel als den derzeit wahrscheinlich besten Autorenratgeber auf dem Markt.
Joachim Feldmann

Bücherecke, Dezember 99

Dieses Buch aus dem Campus-Verlag bietet Informationen und Tipps, mit denen man der Veröffentlichung einige entscheidende Schritte näherkommen kann. Thematisch ist das Spektrum sogar größer, als der Titel vermuten lässt: Es reicht von der Verarbeit (mit einer Checkliste der “literarischen Sünden”) über die Marktanalyse, durch die man den passenden Verlag ausfindig macht, und die Vertragsverhandlung bis zur “Eigenförderung” in Zeitschriften, durch Lesungen und Verbände, Teilnahme an Wettbewerben und Internet-Aktivitäten.
Das Besondere an diesem Buch, was es ausgesprochen hilfreich macht: Die Autorin ist selbst nicht nur Kinderbuch- und Sachbuchautorin, sondern auch Lektorin. Sie vermittelt daher besonders in Bezug auf die Zustände in und die Zusammenarbeit mit einem Verlag Kenntnisse, die man anderswo in der Regel nicht findet. So erfährt man hier genau, was in Lektoraten von Verlagen tatsächlich vorgeht und welcher Prozess im Verlag abläuft, wenn man ein Buch verlegt. Viele Mythen und Missverständnisse, die unter AutorInnen kursieren, werden dadurch endlich einmal aus der Welt geschafft – und viele Entscheidungen, die “frischen” AutorInnen rätselhaft und zweilen auch ärgerlich erscheinen, klären sich auf, wenn man die Hintergründe kennt.
Sylvia Englert hat für dieses Buch etwa 60 Interviews mit Autoren, Lektorinnen, Verlagern, Agentinnen, Redakteuren, Veranstalterinnen und anderen Insidern geführt. Daher kann sie jederzeit praktische Tipps geben – ob es sich nun um Ideen für Lesungen, Veröffentlichungschancen mit und ohne AgentInnen, Druckkostenzuschussverlage oder Schreibkurse handelt.
Ein rundum gelungenes Buch mit tiefen Einblicken in der Verlagswesen, das für alle, die Belletristik oder auch Sachbücher veröffentlichen wollen, eine Fülle von Ideen, Tipps und Ansatzmöglichkeiten bereithält.
Gabi Neumayer

Sachbücher im Hessenweb, August 1999

Dieses Kompendium darf in keinem Autorenregal fehlen. Nicht nur, daß Sylvia Englert en Detail darüber aufklärt, wie ein Manuskript formal beschaffen sein sollte, um in einem Verlag als Profieinsendung durchzugehen, sie liefert auch listenweise Adressen, Hinweise und Kontakte für angehende und praktizierende Autoren. All das zusammen macht dieses Buch zu einem unentbehrlichen Ratgeber.

LeserInnen

“Endlich ein Buch, das nicht zum x-ten Mal erklärt, daß ein Autor lebendig schreiben soll, sondern Hinweise gibt, wie das verflixte Manuskript aus der Schublade in die Buchhandlung kommt.”
Irene Zimmermann, Baden-Baden

“Glückwunsch, das Buch ist rundum gelungen. Ich empfehle es gerne weiter.”
Jürgen vom Scheidt, München

“Sehr ansprechend geschrieben, spannend zu lesen, prima Beispiele und Zitate – sind die alle echt?! (Ja! Anm. d. Autorin) Ich sehe da wirklich eine große Marktlücke, das Buch müßte ziemlich gut laufen!”
Catrin Yazdani, Mainz

„Danke für Ihr Buch resp. die vielen wertvollen Tips darin – hätte ich es doch nur ein wenig früher entdeckt, dann wären mir die Erfahrungen mit einem Pseudoverlag erspart geblieben.“
Hielta A. Hütter, Hilgertshausen

„Gestern kaufte ich Ihr Buch So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript. Ich habe das Buch bis spät in die Nacht hinein sofort gelesen. Ich darf Ihnen zu diesem gelungenen Werk herzlich gratulieren. Eine überzeugende hochinformative Darstellung. Das beste Buch, das je in deutscher Sprache über dieses Thema geschrieben worden ist. Ich werde dieses Buch gern weiterempfehlen.“
Prof. Dr. Wolfgang Böhm Göttingen

„Ihr Buch So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript ist wirklich interessant, informativ und enorm hilfreich.“
Shirin Kumm Frankfurt/Main

„Als ich in meiner Buchhandlung nachfragte, ob es vielleicht einen Ratgeber für Autoren gibt, einen Verlag zu finden, war die Verkäuferin sehr skeptisch. Lediglich 2 Bücher wurden vom PC aufgelistet und ich bin inzwischen sehr froh, mich für Ihr Buch entschieden zu haben. Es ist sehr einfach, flüssig und ausreichend beschrieben. Und es hat mir auch Mut gemacht, daß sich das Warten lohnen kann.“
Simone von Studsinske, Wunstorf

„Ihren Manuskript-Ratgeber habe ich mit Begeisterung gelesen – endlich jemand, der einem Mut macht!“
D. Trodler,Düren

„Ein ganz großes Lob zu Ihrem gelungenen Ratgeber für Autoren!“
Regine Kölpin, Neustadtgödens

„Obwohl ich schon eine stattliche Sammlung zum Thema Schreiben und zwei Sachbücher zum Herausgeben von Manuskripten besitze, habe ich Ihr Buch wie einen spannenden Krimi verschlungen!“
Regine Boller,Kollbrunn

„Seit einiger Zeit besitze ich Ihr Buch So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript und habe schon wertvolle Tipps daraus entnommen. Es ist gut verständlich geschrieben und besonders für Nachwuchsautoren sehr hilfreich.“
Gudrun Kropp, Schongau

„Ich bedanke mich für die klaren, praktischen und schonungslosen Grund-Informationen in Ihrem Buch So finden Sie einen Verlag für Ihr Manuskript. Nun weiß ich, wie ich es anstellen muß und welche Hindernisse ich zu erwarten habe, wenn ich, wie vorgehabt, mich an die Verlage wende, die bereits Bücher mit einer der meinen ähnlichen Thematik herausgebracht haben.“
Dr. med Hermann Schorr, Vachendorf

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