Unsere Erde

Unsere Erde

… aus der Reihe „Frag doch mal die Maus“

Warum ist die Erde rund? Wie tief kann man in die Erde ein Loch graben? Wie heiß ist es in einem Vulkan? Warum schwimmen Inseln nicht einfach weg? Und kann man mit einem Feuerstein eigentlich wirklich Feuer machen? All das und vieles mehr wird im Buch leicht verständlich beantwortet.

Auf dem Poster kann man den Geheimnissen der Erde dann nochmal ganz genau auf den Grund gehen.

Sylvia Englert
Frag doch mal die Maus…
Unsere Erde

cbj (Bertelsmann/Random House) 2010
55 Seiten, mit vielen Illustrationen von Lorenzo Orlandi,
12,95 Euro
ISBN 978-3-570-13400-9

Für dieses Buch musste ich mich in Geologie, Mineralogie, Vulkanologie, Anthropologie und ein halbes Dutzend anderer Bereiche einarbeiten… kurz, während der Recherche konnte man mich sehr, sehr oft im Münchner Museum „Mensch und Natur“ antreffen! Zum Glück hatte ich die Hilfe vieler kluger Interviewpartner.


Inhaltsverzeichnis: Frag doch mal die Maus… Unsere Erde

1. Warum ist die Erde rund?

2. Wie tief kann man in die Erde ein Loch graben?

3. Können Berge wachsen?

4. Wieso gibt es Erdbeben?

5. Wer hat sich die Namen der Kontinente ausgedacht?

6. Warum gibt es so viele verschiedene Länder?

7. Welche Pflanze war die allererste der Welt?

8. Warum gibt es auf der Erde so viele verschiedene
Tiere?

9. Wie entsteht eine Versteinerung?

10. Warum gibt es Menschen mit verschiedenen
Hautfarben?

11. Kann man mit einem Feuerstein wirklich Feuer machen?

12. Warum gibt es einen Nord- und Südpol, aber keinen Ostpol oder Westpol?

13. Wann brechen Vulkane aus?

14. Wie heiß ist es in einem Vulkan?

15. Wieso schwimmen Inseln nicht einfach ewg?

16. Wie kommt der Sand an den Strand?

17. Wie kommen Öl und Kohle in die Erde?

18. Wo findet man Diamanten?

19. Woher weiß ein Fluss, wohin er fließen muss?

20. Wie entsteht ein Tropfstein?

21. Warum ist es in der Wüste so heiß?

22. Warum ist das Wetter jeden Tag anders?

23. Stimmt es, dass es auf der Erde immer wärmer wird?

Mauslexikon


Leseprobe: Frag doch mal die Maus… Unsere Erde

Wie tief kann man in die Erde ein Loch graben?

Es ist gar nicht so einfach, ein tiefes Loch in die Erde zu graben. Selbst wenn ihr einen richtigen Spaten benutzt, stoßt ihr wahrscheinlich bald auf eine Steinschicht und kommt nicht mehr weiter. Oder euer schönes Loch stürzt wieder ein, weil Erde oder Sand vom Rand abbröckeln.

Wenn Forscher in der Erde nach Öl oder Gas suchen, haben sie natürlich bessere Hilfsmittel als Schaufel und Spaten. Von speziellen Türmen aus schieben sie einen Bohrer, der an einer Stange befestigt ist, immer tiefer in den Boden.

Um auf Öl zu stoßen, reicht meist ein zwei bis fünf Kilometer tiefes Bohrloch. Zum Vergleich: wenn ihr zu Fuß fünf Kilometer weit geht, seid ihr über eine Stunde lang unterwegs. Um mehr über die Erde herauszufinden, haben Forscher aber auch probiert, so tief wie möglich zu bohren. Auf der russischen Halbinsel Kola kamen sie bis auf 12,2 Kilometer Tiefe. Dafür brauchten sie insgesamt 24 Jahre, denn es gab jede Menge Probleme: Bohrköpfe gingen kaputt, Bohrstangen brachen, einmal quoll heißer Schlamm aus der Tiefe hoch.

Ganz weit ins Innere der Erde hineinzubohren ist deshalb so schwierig, weil unser Planet nur an der Oberfläche abgekühlt ist. In seinem Inneren ist das Gestein noch immer glühend heiß. Wenn ihr ein tiefes Loch grabt und die Hand hineinhaltet, merkt ihr nichts davon, der Boden fühlt sich kühl und feucht an. Aber in einem Kilometer Tiefe ist es schon nicht mehr kalt, sondern warm wie an einem Sommertag. Drei bis vier Kilometer tiefer ist es in manchen Gegenden schon so heiß, dass Wasser anfangen würde zu kochen. Solche Temperaturen hält der Bohrer nicht lange aus.

Wenn ihr euch anschaut, wie groß die Erde ist, dann ist ein zwölf Kilometer tiefes Loch nicht gerade tief. Denn die äußere Schicht der Erde, die Kruste, ist noch um einiges dicker!

… zum Text gibt es im Buch tolle Illustrationen von Lorenzo Orlandi!

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